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"Wirtschaftsförderung ist Teamsport"​ - Interview mit Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner
2020.12.21
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Berlin gilt seit Jahren als einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Die Wirtschafts- und Technologieförderung Berlin Partner bietet dabei für (internationale) Unternehmen Innovations-, Ansiedlungs-, Expansions-, und Standortsicherungsberatung. Hinter der Organisation steht der Senat von Berlin und über 230 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen, welche sich für die Stadt engagieren.


In engem Austausch mit Berlin Partner, baute LiangDao GmbH 2018 sein Entwicklungszentrum in der Hauptstadt auf, wo es Software- und KI-Lösungen für autonome Fahrsysteme und intelligente Verkehrsinfrastrukturen entwickelt.



Mit Dr. Stefan Franzke, welcher seit 2014 Geschäftsführer von Berlin Partner ist, sprach LiangDao in einem Interview über das Zukunftspotenzial des Wirtschaftsstandorts und über die Entwicklung der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit.


Herr Dr. Franzke, Sie sind seit sechs Jahren Geschäftsführer von Berlin Partner. Was waren die größten Meilensteine und wichtigsten „Lessons learned“ für Sie in dieser Zeit? 


Ganz klar: Wirtschaftsförderung ist Teamsport, das geht nicht allein. Wir sehen es in Berlin, wie wir vom Netzwerk mit unseren Partnern in Politik und Verwaltung, in Wirtschaft und Wissenschaft, in Kultur, Sport und Gesellschaft jeden Tag profitieren und uns weiterentwickeln. Wir sehen es in der Region, wie wir mit unserem Nachbarn Brandenburg immer enger zusammenarbeiten und so weltweit beachtete Projekte wie #gigaberlin erst möglich machen. Wir sehen es international, wie wir im Austausch mit unseren Freunden auf allen Kontinenten wachsen und lernen. Für ein Fazit ist es aber noch zu früh: Wir haben noch viel vor.


Was charakterisiert den Wirtschafsstandort Berlin aus Ihrer Sicht? Und welchen Beitrag leistet Berlin Partner in diesem Ökosystem?


Berlin steht für Bewegung und Veränderung, für Wachstum und ganz neue Möglichkeiten! Seit dem Fall der Mauer vor rund 30 Jahren hat sich die deutsche Hauptstadt rasant zu einem international attraktiven und gefragten Wirtschafts- und Technologiestandort entwickelt. Beste Infrastruktur und ganze Stadtquartiere sind neu entstanden. Immer mehr Menschen und Unternehmen kommen nach Berlin und machen die Stadt zum zentralen Innovationsstandort für Zukunftstechnologien. Besonders das Startup-Ökosystem ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Treiber für Berlin geworden. Das überzeugt Unternehmen, die sich in Berlin ansiedeln wollen oder bereits in Berlin ansässig sind. Das Team von Berlin Partner bietet mit umfassenden Serviceangeboten maßgeschneiderte Unterstützung – bei der Standortentscheidung und bei der Umsetzung vor Ort. Wir sind eng mit Wirtschafts- und Wissenschaftsakteuren in der Stadt vernetzt und ermöglichen auch so einen erfolgreichen Technologietransfer zwischen geeigneten Partnern.


Welche Unterstützung bietet Berlin Partner internationalen Unternehmen an, die sich hier ansiedeln oder erweitern möchten? Im Vergleich zu anderen Städten und Innovations-Hubs: Was macht Berlin anders? 


Berlin Partner vermarktet die deutsche Hauptstadt national und international. Unternehmen, die so auf den Standort aufmerksam werden, können auf unser gesamtes Unterstützungsportfolio kostenfrei zugreifen – egal, ob es um Daten, Zahlen, Fakten unseres Business Location Centers geht, ob Büro- oder Laborflächen benötigt werden, ob finanzielle Förderung gewünscht wird oder ob internationale Fachkräfte Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen benötigen. Außerdem nutzen wir für optimale Startbedingungen der Neuankömmlinge unsere etablierten Netzwerke, um sie mit der Berliner Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft zusammenzubringen. Mit der Start Alliance hat Berlin Partner 2015 ein einzigartiges Städtepartnerschafts-Netzwerk ins Leben gerufen, das Startups dabei hilft, den Eintritt in den jeweils anderen Markt zu beschleunigen, Skalierungseffekte zu verstärken, Geschäftsmodelle den internationalen Anforderungen anzupassen und Innovationen voranzutreiben. Inzwischen sind zehn Startup-Städte in diesem Netzwerk verbunden, darunter: Shanghai, Paris, London und New York.


Welche Erwartungen und Wünsche haben Sie an internationale Unternehmen, die nach Berlin ziehen? Wie können diese einen innovativen Mehrwert für den Wirtschaftsstandort schaffen? 


Wir freuen uns über jedes Unternehmen oder jede Non-Profit-Organisation, die sich für Berlin entscheidet. Besonders spannend ist es natürlich, wenn existierende Wertschöpfungsketten durch internationale Ansiedlungen komplettiert oder sogar ganz neue aufgebaut werden können. Manchmal haben Neuansiedlungen auch regelrechten Leuchtturmcharakter, da sie für die Zukunft stehen. Sie strahlen dann sowohl in die ganze Branche als auch in die Region aus und geben dem Standort besondere, mitunter sogar globale Aufmerksamkeit. Die Entscheidungen von Siemens, den Innovationscampus und die neu aufgestellte Energie-Sparte in Berlin aufzubauen sowie der Bau der neuen Tesla-Gigafabrik in der Hauptstadtregion gehören sicherlich dazu. Eine echte Standortbereicherung sind auch Impulse in das existierende Ökosystem. Erneuerung und Wissensgenerierung halten Berlin innovativ. Dafür unterstützen wir im Besonderen auch die Kollaboration der Wirtschaft mit unserer exzellenten Wissenschaft. LiangDao ist hierfür ein sehr gutes Beispiel, weil ich weiß, dass Ihr Unternehmen explizit den Anschluss an bestehende FuE-Projekte sucht. 


"Mit LiangDao erhalten die Berliner

Netzwerkpartner eine wertvolle internationale

Perspektive"


Sie waren schon mehrere Male in China. Was hat sie nachhaltig von dem Land beeindruckt? Was zeichnet Ihrer Meinung nach die Kooperation zwischen Berlin Partner und dem chinesischen Startup LiangDao aus? 


Seit fast 20 Jahren kenne ich China von regelmäßigen Reisen und liebe es dort zu sein. Über die Jahre sind tiefe Freundschaften entstanden und ich habe die wirtschaftliche Entwicklung des Reiches der Mitte mit Bewunderung verfolgt. Chinas Innovationsgeist und der Mut etwas Neues auszuprobieren sind eine große Inspiration für mich. Abgesehen davon ist die Kombination aus Tsingtao Bier und Hot Pot meiner Meinung nach unschlagbar


Unschlagbar ist auch die Kombination von LiangDao und Berlin. Die Entwicklung hier am Standort haben wir bei Berlin Partner von Anfang an unterstützt. Wir sind sehr stolz darauf, dass LiangDao als deutsch-chinesisches Startup Teil unseres Berlin-Partner-Netzwerkes ist. Mehr als 230 Unternehmen, Startups und wissenschaftliche Einrichtungen engagieren sich innerhalb des Netzwerkes für ein starkes Berlin und stärken die deutsche Hauptstadt als attraktiven Ort zum Leben und Arbeiten. Mit LiangDao erhalten die Berliner Netzwerkpartner eine wertvolle internationale Perspektive. Fragen, wie etwa die urbane Mobilität der Zukunft gestaltet werden könnte, werden selbstverständlich nicht nur in Europa beantwortet. Es ist essenziell, dass wir hier in Berlin mehr über internationale Trends und Innovationen lernen müssen, speziell darüber, welche Entwicklungen in China passieren. Der Geschäftsführer von LiangDao Deutschland, Dr. Yang Ji, hat uns schon auf mehreren Veranstaltungen interessante Einblicke und neue Perspektiven gegeben. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei ihm und seinem Team für sein starkes Engagement für Berlin bedanken.


Sie haben über 20 Jahre Erfahrung in der Ansiedlung und Unterstützung ausländischer Unternehmen und Investoren: Wie haben sich Ihrer Meinung nach in dieser Zeit die Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsbeziehungen gewandelt und welche Entwicklungschancen sehen Sie? 


China ist heute Berlins wichtigster Handelspartner, noch vor den USA: Das Handelsvolumen zwischen Berlin und China betrug 2018 2,6 Milliarden Euro. Es gibt bereits zahlreiche Kooperationen – von unserer Start Alliance habe ich schon berichtet. Es ist kein Zufall, dass mit Beijing und Shanghai gleich zwei chinesische Städte Mitglieder sind. In den letzten zwanzig Jahren haben sich die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen sehr stark verändert: Sahen deutsche Unternehmen China früher vor allem als interessanten Absatzmarkt oder Produktionsstandort, so streben in den letzten Jahren immer mehr chinesische Unternehmen nach Europa, um neue Märkte zu erschließen. Aufgrund des rasanten Wachstums der chinesischen Wirtschaft sind in vielen Branchen chinesische Anbieter inzwischen zu Mitbewerbern geworden. Ich sehe das als Teil eines gesunden Wettbewerbes, der gleichzeitig auch fruchtbare Kooperationen möglich macht. Immer mehr chinesische und deutsche Unternehmen arbeiten gemeinsam an innovativen Produkten in China und Deutschland – so, wie es auch LiangDao in Deutschland und China macht. Hier sehe ich die größten Chancen für die Zukunft: Die drängendsten Fragen der Gegenwart in Bezug auf Energiegewinnung, Mobilität und Digitalisierung können wir nicht allein beantworten. Ich glaube, dass wir in vielen Bereichen noch enger zusammenarbeiten können und werden, zum Beispiel in den Bereichen digitale Gesundheit, e-Education, zukünftige Mobilität, Energiespeicherung und Smart City-Projekte.


Können Sie für uns ein wenig in die Zukunft schauen: Wie wird sich Berlin als Wirtschaftsstandort bis 2030 entwickeln? Welche Trends zeichnen sich ab und welche Branchen- und Themenschwerpunkte werden dominieren? 


Berlin wird seine Position als Digital- und Innovation-Hub weiter ausbauen und sich als internationaler Fixpunkt etabliert haben. Wir werden uns weltweit noch enger austauschen zu den Zukunftsthemen, die uns schon heute bewegen – Digitalisierung, Künstliche Intelligenz; Smart City, Smart Mobility, IoT, FinTech, e-Health. Wir werden aber auch über Themen sprechen, von denen wir heute noch gar nichts wissen. Ich freue mich auf das, was die Zukunft für uns bereithält.
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